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Drei Tauchgänge vor Maskat – Lernen, Loslassen und die Magie der Dämmerung

  • tobias
  • 21. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Gestern standen wieder drei Tauchgänge mit Divers Planet auf dem Programm. Mit dem Tauchboot ging es hinaus zur kleinen Insel Fahal, die vor Maskat liegt. Nach knapp 30 Minuten Fahrt erreichten wir den Tauchplatz – das Meer, die Vorfreude und dieses bekannte Kribbeln vor dem ersten Sprung ins Wasser.

Nach den Erfahrungen der letzten Tage habe ich heute vorgesorgt und eine Tablette gegen Übelkeit genommen. Zum Glück mit Erfolg – nicht perfekt, aber deutlich besser als zuvor. Allein das macht einen Tauchtag schon entspannter.

Bei den heutigen Tauchgängen hatte ich zum ersten Mal meine Insta360 Ice Pro 2 dabei – inklusive zwei Lampen. Für mich als immer noch Tauchanfänger war das eine echte Herausforderung. Kamera, Lampen, Tarierung, Atmung – alles gleichzeitig unter Kontrolle zu halten, ist anspruchsvoller als gedacht. Dazu kam, dass meine Flasche leicht geleckt hat. Kein Drama, aber mein Gasverbrauch war entsprechend hoch:Am Vortag noch unter 20 L/min, lag ich heute bei 26,5 L/min – eindeutig zu viel und ein klarer Hinweis, dass noch Luft nach oben ist.

Alle drei Tauchgänge starteten mit einer Rückwärtsrolle vom Boot – ein Manöver, das ich inzwischen richtig mag. Einfach fallen lassen, eintauchen und ankommen.

Der dritte Tauchgang hatte dann eine ganz eigene Stimmung. Das Meer wurde unruhiger, es war bereits Dämmerung, und neben dem Boot in den Wellen zu treiben fühlte sich kurz etwas seltsam an. Beim Eintauchen nach der Rückwärtsrolle hatte ich meine Maske verloren. Gut lernt man, dass der Atemregler und die Maske mit einer Hand fixiert wird. Daher konnte ich die Maske einfach wieder anziehen. Meine beiden Buddys waren schon gut fünf Meter entfernt, also ging es zügig nach unten. Unter Wasser kehrte wie so oft sofort Ruhe ein.

Wir tauchten 45 Minuten, diesmal mit weniger Blei – und siehe da: Mein Gasverbrauch sank auf 19,15 L/min. Ein deutlicher Unterschied und eine schöne Bestätigung, dass kleine Anpassungen viel bewirken können.Ich merke immer mehr: Nachttauchgänge liegen mir. Schon auf Teneriffa war mein Verbrauch nachts mit 18,5 L/min sogar noch tiefer. Vielleicht ist es die Ruhe, vielleicht die Konzentration – oder einfach dieses besondere Gefühl, das die Dunkelheit mit sich bringt.

Die Rückfahrt nach dem Nachttauchgang dauerte wieder rund 30 Minuten. In der Dunkelheit über das Meer zu fahren, das leise Brummen des Boots zu hören und in der Ferne die Lichter der Küste zu sehen, hat etwas unglaublich Beruhigendes. Ein Moment zum Durchatmen, Nachdenken und Genießen.

Jetzt sitze ich hier, schaue mir die Bilder an und lasse den Tag Revue passieren. Nicht jeder Tauchgang ist perfekt – aber genau das macht sie wertvoll. Lernen, anpassen, weitermachen. Und immer wieder eintauchen. Was für Bilder würden Euch interessieren?


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